Recovery

Dynamic Stretching

R
Repz
··3 Min. Lesezeit
Aktive Dehnübungen durch Bewegung (Beinschwingen, Armkreisen, Walking Lunges). Die bevorzugte Aufwärmmethode vor dem HYROX®-Training: bereitet die Muskeln vor, ohne die Kraftentfaltung zu beeinträchtigen.

Dynamic Stretching: Aktive Dehnübungen durch Bewegung (Beinschwingen, Armkreisen, Walking Lunges). Die bevorzugte Aufwärmmethode vor dem HYROX®-Training: bereitet die Muskeln vor, ohne die Kraftentfaltung zu beeinträchtigen.

Dynamic Stretching

Dynamic Stretching umfasst aktive, kontrollierte Bewegungen, die Muskeln und Gelenke durch den vollen Bewegungsumfang führen, ohne eine Position zu halten. Beinschwingen, Armkreisen, Walking Lunges mit Rotation und Inchworms sind klassische Beispiele. Für HYROX®-Athleten ist Dynamic Stretching der Gold-Standard beim Aufwärmen: Es bereitet den Körper auf intensive Belastung vor, ohne die Leistung zu drosseln wie es statisches Dehnen tut.

Warum es für HYROX® entscheidend ist

Bei einem HYROX®-Rennen musst du vom ersten Laufsegment an sofort auf Hochtouren laufen. Dynamic Stretching erhöht die Muskeltemperatur, verbessert die Durchblutung und aktiviert das Nervensystem, alles in 5–10 Minuten. Statisches Dehnen entspannt die Muskel-Sehnen-Einheit und kann die Kraftproduktion vorübergehend um 5–10 % reduzieren. Dynamic Stretching hingegen hält die Muskeln aktiviert und bereit, kräftig zu kontrahieren.[3][1]

Die Bewegungsmuster beim Dynamic Stretching dienen gleichzeitig als Probe für das Rennen. Walking Lunges bereiten dich auf die Sandbag Lunges vor. Armkreisen und Wall Slides primen die Schultern für SkiErg und Rowing. Tiefe Kniebeugen mit Reach ahmen das Wall-Ball-Muster nach. Jede dynamische Dehnübung ist eine Chance, eine Rennbewegung zu proben.

Studien an Hybrid-Athleten zeigen, dass dynamisches Aufwärmen die Leistung in der anschließenden Belastung um 2–5 % verbessert, verglichen mit gar keinem Aufwärmen oder reinem statischem Dehnen.[2] Bei einem HYROX®-Rennen von 60–120 Minuten summiert sich dieser Vorsprung zu einer spürbaren Zeitersparnis.

So machst du es richtig

Führ das Dynamic Stretching als zweite Aufwärmphase durch, nach 5 Minuten leichtem Einlaufen. Arbeite 5–7 Minuten durch diese Bewegungen.

Unterkörper (3–4 Minuten): Beinschwingen vorwärts und rückwärts (10 pro Bein), Beinschwingen seitwärts (10 pro Bein), Walking Lunges mit Oberkörperrotation (10 Schritte), tiefe Kniebeugen (10 Wdh. mit 2 Sekunden Halt unten) und Fußkreisen (10 pro Seite).

Oberkörper (2–3 Minuten): Armkreisen vorwärts und rückwärts (10 pro Richtung), Inchworms (5 Wdh.), Wall Slides oder Band Pull-Aparts (10 Wdh.) und Thorax-Rotationen (5 pro Seite aus dem Ausfallschrittstand).

Integration: Schließ mit 2–3 kurzen Strides in deiner Zielrenntempo ab (je 20–30 Meter). Das schließt die Lücke zwischen Aufwärmen und voller Belastungsintensität.

Best Practices

  • Mach Dynamic Stretching vor jeder Trainingseinheit und jedem Rennen: ein nicht verhandelbares Ritual
  • Beweg dich durch den vollen Bewegungsumfang bei kontrollierter Geschwindigkeit: nicht hetzen, nicht aggressiv federn
  • Stimm dein Dynamic Stretching auf die folgende Einheit ab: beinbetonte Übungen vor Lauf und Kniebeugen; Oberkörperübungen vor SkiErg und Rowing
  • Steigere von langsam nach schnell: fang mit kontrollierten Beinschwingen an und beende mit kurzen Strides
  • Ersetze Dynamic Stretching vor dem Training nie durch statisches Dehnen: statische Halteübungen gehören nach dem Training

Häufige Fragen

Wie viele Übungen sollte ich vor einem HYROX®-Rennen machen?

Ziel sind 6–8 Bewegungen, die alle wichtigen Gelenke abdecken: 2–3 für den Unterkörper (Beinschwingen, Walking Lunges, tiefe Kniebeugen), 2–3 für den Oberkörper (Armkreisen, Inchworms, Thorax-Rotationen) und 2–3 kurze Strides in Renntempo. Die gesamte Routine dauert 5–7 Minuten.

Kann Dynamic Stretching das klassische Aufwärmen ersetzen?

Dynamic Stretching ist Teil deines Aufwärmens, nicht das gesamte Aufwärmen. Fang mit 5 Minuten lockerem Laufen an, um Herzfrequenz und Körpertemperatur zu erhöhen. Dann kommt das Dynamic Stretching, danach 2–3 Strides in Renntempo. Erst diese drei Phasen zusammen ergeben ein vollständiges HYROX®-Aufwärmprogramm.


Erholung ist der Ort, wo Fortschritte entstehen. Lass Repz dein Training analysieren und deine Recovery-Strategie optimieren.

Quellen

  1. Yu W, Feng D, Zhong Y (2024). Examining the Influence of Warm-Up Static and Dynamic Stretching, as well as Post-Activation Potentiation Effects, on the Acute Enhancement of Gymnastic Performance: A Systematic Review with Meta-Analysis. Journal of sports science & medicine. https://doi.org/10.52082/jssm.2024.156

  2. Matsuo S, Takeuchi K, Nakamura M (2025). Acute Effects of Dynamic and Ballistic Stretching on Flexibility: A Systematic Review and Meta-analysis. Journal of sports science & medicine. https://doi.org/10.52082/jssm.2025.463

  3. Nelson, A. G., Guillory, I. K., Cornwell, A., & Kokkonen, J. (2001). Inhibition of maximal voluntary isokinetic torque production following stretching is velocity-specific. Journal of Strength and Conditioning Research, 15(2), 241-246.

War das hilfreich?

Wisse, wo du stehst

Repz baut deinen Trainingsplan um deine Zielzeit, dein Gym und deinen Zeitplan. Ein Plan, der sich jede Woche anpasst und deine Schwachstellen angeht. Bald verfügbar.

Auf die Warteliste