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Supraspinatus

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Der Supraspinatus ist ein Muskel der Rotatorenmanschette. Er leitet die Armabduktion ein (die ersten 15–30 Grad, wenn du den Arm seitlich hebst) und stabilisiert das Schultergelenk.

Der Supraspinatus ist ein Muskel der Rotatorenmanschette. Er leitet die Armabduktion ein (die ersten 15–30 Grad, wenn du den Arm seitlich hebst) und stabilisiert das Schultergelenk.

Definition

Der Supraspinatus ist einer der vier Muskeln der Rotatorenmanschette. Er liegt auf der Oberseite des Schulterblatts, oberhalb der Schulterblattgräte. Er entspringt aus der Fossa supraspinata und zieht unterhalb des Akromions zur oberen Facette des Tuberculum majus des Oberarmknochens.

Der Supraspinatus leitet die Armabduktion ein: Er ist für die ersten 15–30 Grad zuständig, wenn du den Arm seitlich vom Körper weg hebst. Gleichzeitig stabilisiert er den Humeruskopf im Glenohumeralgelenk nach oben. Die Sehne verläuft durch den subakromialen Raum, einen engen Spalt unterhalb des Akromions. Genau deshalb ist der Supraspinatus der am häufigsten eingeklemmte und verletzte Muskel der Rotatorenmanschette.

Rolle bei HYROX®

Bei den Wall Balls wird der Supraspinatus bei jeder einzelnen Wiederholung beansprucht: Du hebst den Medizinball aus der Fangposition nach oben zum Überkopfwurf, und genau diese Armelevation verlangt eine Aktivierung des Supraspinatus. Über 75–100 Wiederholungen summiert sich die Belastung auf die Supraspinatussehne erheblich.

Beim Farmers Carry und Sandbag Carry stabilisiert der Supraspinatus den Humeruskopf im Gelenk, während schwere Lasten den Arm nach unten ziehen. Beim Rowing sichert er die Schulter während der Armstreckungsphase. Auch beim Sled Pull kommt er zum Einsatz: Er verhindert, dass der Humeruskopf unter den Zugkräften nach unten subluxiert.

Supraspinatus-Tendinopathie gehört zu den häufigsten Schulterverletzungen bei HYROX®-Athleten. Sie entsteht meistens, wenn die Rotatorenmanschette nicht ausreichend trainiert ist, um das hohe Schultervolumen abzufangen.

Key Details

  • Ursprung: Fossa supraspinata des Schulterblatts
  • Ansatz: Obere Facette des Tuberculum majus des Humerus
  • Hauptfunktionen: Einleitung der Armabduktion (erste 15–30 Grad), superiore Stabilisierung des Glenohumeralgelenks
  • Nervenversorgung: N. suprascapularis (C5–C6)
  • Geeignete Übungen: Empty Can Raises (leichtes Gewicht), Band Pull-Aparts, Scaption Raises, Prone Y Raises

Training Tips

Scaption Raises sind die gezielteste Übung für den Supraspinatus: Du hebst den Arm in der Skapulaebene, also rund 30 Grad vor der Lateralebene. Mach 3 Sätze à 15–20 Wiederholungen mit leichtem Gewicht (2–5 kg). Die „Full Can“-Position (Daumen oben) ist in der Regel besser als die „Empty Can“-Position (Daumen unten), weil das Impingementrisiko während der Übung selbst sinkt.

Nimm dir bei jedem Oberkörper-Aufwärmen Zeit für die Aktivierung des Supraspinatus. Prone Y Raises (3 Sätze à 12–15 Wiederholungen) stärken den Muskel in einer Überkopfposition, die direkt zu den Wall Balls passt. Band Pull-Aparts auf verschiedenen Höhen (3 Sätze à 15–20 Wiederholungen) bauen Kraftausdauer in der Rotatorenmanschette auf. Starkes Überkopfdrücken ohne ausreichende Vorbereitung der Rotatorenmanschette solltest du vermeiden.

Related Terms

Der Supraspinatus gehört zur Rotatorenmanschette, gemeinsam mit dem Infraspinatus, dem Teres minor und dem Subscapularis. Er arbeitet unterhalb des Akromions, während die Deltamuskeln die primäre Abduktionskraft übernehmen, sobald der Supraspinatus die Bewegung eingeleitet hat.

FAQ

Warum ist der Supraspinatus der am häufigsten verletzte Muskel der Rotatorenmanschette?

Die Supraspinatussehne verläuft durch den engen subakromialen Raum unterhalb des Akromions. Wiederholte Überkopfbewegungen, wie Würfe bei den Wall Balls, können diese Sehne einklemmen und zu Entzündungen und Tendinopathie führen. Gezieltes Training der Rotatorenmanschette und eine gute Schulterblattmechanik senken dieses Risiko.

Wie erkenne ich ein Supraspinatus-Impingement?

Typische Zeichen: Schmerzen beim Heben des Arms über Kopf (besonders zwischen 60 und 120 Grad Abduktion), Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Schulter und Schwäche beim ersten Anheben des Arms. Treten diese Beschwerden bei den Wall Balls oder anderen Überkopfübungen auf, lass dich von einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten untersuchen. Mit den Repz-Trainingsprotokollen kannst du nachvollziehen, wann die Symptome mit bestimmten Trainingsbelastungen zusammenhängen.

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