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Flexibility

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Die passive Bewegungsreichweite eines Gelenks. Flexibility ist wichtig, aber ohne die nötige Kraft zur Kontrolle dieser Reichweite (Mobility) steigt das Verletzungsrisiko bei dynamischen HYROX®-Bewegungen.

Flexibility: Die passive Bewegungsreichweite eines Gelenks. Flexibility ist wichtig, aber ohne die nötige Kraft zur Kontrolle dieser Reichweite (Mobility) steigt das Verletzungsrisiko bei dynamischen HYROX®-Bewegungen.

Flexibility

Flexibility beschreibt die passive Bewegungsreichweite eines Gelenks: wie weit ein Muskel durch eine äußere Kraft gedehnt werden kann, etwa durch Schwerkraft, einen Partner oder ein Dehnband. Flexibility ist ein wichtiger Baustein der körperlichen Fitness, aber nur ein Teil des Gesamtbilds. Für HYROX®-Athleten gilt: Flexibility ohne die Kraft, diese Reichweite zu kontrollieren (Mobility), kann das Verletzungsrisiko bei schnellen, belasteten Bewegungen sogar erhöhen.

Warum Flexibility für HYROX® wichtig ist

HYROX® verlangt Bewegungen durch große Gelenk-Reichweiten, und das unter Last und Ermüdung. Wall Balls erfordern eine tiefe Kniebeuge. Sandbag Lunges brauchen volle Hüftstreckung und -beugung. Beim Laufen bestimmen Hamstrings und Hüftbeuger die Schrittlänge und damit deine Effizienz. Fehlt die nötige Flexibility, arbeiten Muskeln und Sehnen gegen diese Positionen, was Energie kostet und Ausweichbewegungen erzwingt.

Trotzdem ist Flexibility allein nicht das Ziel. Ein Athlet, der passiv mit den Fingern den Boden berührt, aber keine tiefe Kniebeuge unter Last kontrollieren kann, hat Flexibility ohne Mobility. Die Kniebeuge bei Wall Balls passiert schnell, mit einem 6-9 kg Ball, nach kilometerlangem Laufen. Entscheidend ist, ob dein Körper am Ende seiner Reichweite Kraft erzeugen kann, nicht nur, ob er sie erreicht.

Dennoch: Chronische Verkürzungen in Schlüsselbereichen, also bei Hamstrings, Hüftbeugern, Waden und der Brustwirbelsäule, begrenzen deine Mobility. Du kannst keine Reichweite aktiv kontrollieren, die deine Muskeln passiv nicht zulassen. Flexibility-Arbeit hebt diese Decke an, damit Kraft- und Stabilitätstraining den neu gewonnenen Bereich füllen können.

So trainierst du Flexibility

Flexibility-Training wirkt am besten nach dem Workout oder an Ruhetagen, wenn die Muskeln warm sind und das Nervensystem nicht auf explosive Belastung vorbereitet.

Dehnen nach dem Training (10 Minuten): Halte jede Dehnung 30-60 Sekunden. Fokussiere auf die Muskeln, die in der Einheit gearbeitet haben. Nach dem Laufen: Hamstrings, Hüftbeuger, Waden und Quadrizeps. Nach oberkörperlastigen Stationen (SkiErg, Rowing): Lats, Schultern und Brustwirbelsäule.

Gezielte Flexibility-Session (20-30 Minuten, 1-2x pro Woche): Längere Einheit mit Haltezeiten von 60-90 Sekunden pro Position.[1] Dazu gehören: Hamstring-Dehnung (vorgebeugtes Sitzen), Hüftbeuger-Dehnung (halbknieender Ausfallschritt), Taubenpose für die externe Hüftrotation, Wadenstretch (Wand-Lean) und Brustwirbelsäulen-Opener (Schaumstoffrolle in Extension).

Schlüsselbereiche für HYROX®-Athleten: Hamstrings (Laufschrittlänge), Hüftbeuger (Effizienz beim Laufen und bei Sandbag Lunges), Waden (Dorsalflexion für die Kniebeugentiefe) und Brustwirbelsäule (Überkopfmechanik bei Wall Balls und SkiErg).

Best Practices

  • Dehnen nach dem Training, nicht davor: Statisches Dehnen vor dem Training kann die Kraftleistung vorübergehend um 5-10 % senken[3]
  • Mindestens 30 Sekunden halten: Kürzere Haltezeiten erzeugen keine dauerhaften Gewebeveränderungen[1]
  • Fokus auf HYROX®-relevante Bereiche: Hamstrings, Hüftbeuger, Waden, Brustwirbelsäule und Lats
  • Tief atmen während der Dehnung: Das Ausatmen aktiviert das parasympathische Nervensystem und hilft den Muskeln, loszulassen
  • Flexibility mit Mobility-Arbeit kombinieren: Dehnen für mehr Reichweite, dann Kraft innerhalb dieser Reichweite aufbauen

Häufige Fragen

Ist Dehnen vor einem HYROX®-Rennen sinnvoll?

Statisches Dehnen vor dem Rennen ist nicht empfehlenswert. Studien zeigen, dass es Muskelkraft und -leistung vorübergehend reduzieren kann. Nutze stattdessen dynamisches Dehnen und Mobility-Übungen in deinem Aufwärmprogramm.[2] Statisches Dehnen gehört in die Erholung nach dem Rennen.

Wie oft sollten HYROX®-Athleten an ihrer Flexibility arbeiten?

Für die meisten Athleten sind 10 Minuten gezieltes Dehnen nach jeder Trainingseinheit sinnvoll, dazu ein bis zwei gezielte Flexibility-Sessions à 20-30 Minuten pro Woche. Hast du spezifische Einschränkungen, etwa verkürzte Hüftbeuger durch viel Sitzen oder eingeschränkte Sprunggelenkmobilität, hilft tägliches Dehnen dieser Bereiche, schneller Fortschritte zu erzielen.


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Quellen

  1. Nakamura M, Takeuchi K, Fukaya T (2024). Acute effects of static stretching on passive stiffness in older adults: A systematic review and meta-analysis. Archives of gerontology and geriatrics. https://doi.org/10.1016/j.archger.2023.105256

  2. Matsuo S, Takeuchi K, Nakamura M (2025). Acute Effects of Dynamic and Ballistic Stretching on Flexibility: A Systematic Review and Meta-analysis. Journal of sports science & medicine. https://doi.org/10.52082/jssm.2025.463

  3. Nelson, A. G., Guillory, I. K., Cornwell, A., & Kokkonen, J. (2001). Inhibition of maximal voluntary isokinetic torque production following stretching is velocity-specific. Journal of Strength and Conditioning Research, 15(2), 241-246.

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