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Tuck Jump

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Repz
··Aktualisiert ·3 Min. Lesezeit
Eine explosive Ganzkörper-Übung ohne Gewicht, die im HYROX-Training eingesetzt wird.

Der Tuck Jump ist eine fortgeschrittene bilaterale Plyometrie-Übung: Du springst senkrecht ab und ziehst beide Knie zur Brust. Dabei entwickelst du die explosive Beinkraft, die HYROX-Athleten an der Burpee-Broad-Jump-Station und im Lauf brauchen.

Definition

Beim Tuck Jump springst du senkrecht ab und ziehst auf dem Höhepunkt des Sprungs beide Knie zur Brust. Es ist eine der anspruchsvollsten Plyometrie-Übungen ohne Gewicht: Sie fordert explosive Beinkraft, Hüftbeuger-Kraft und Core-Kontrolle gleichzeitig. Für HYROX®-Athleten verbessern Tuck Jumps die Sprungleistung an der Burpee-Broad-Jump-Station, die Laufgeschwindigkeit und die Beschleunigung beim Stationswechsel.

Technik

  1. Stell dich hüftbreit hin, die Arme seitlich am Körper. Spann den Core an.
  2. Geh in eine kurze Viertel-Kniebeuge, schwing die Arme nach hinten und stoß dich dann explosiv ab: Hüfte, Knie und Sprunggelenke strecken gleichzeitig, die Arme schwingen nach oben.
  3. Auf dem Höhepunkt des Sprungs ziehst du beide Knie mit den Hüftbeugern und dem Core zur Brust. Die Oberschenkel sollten mindestens parallel zum Boden kommen.
  4. Streck die Beine wieder aus und lande weich auf den Fußballen. Beuge dabei sofort die Knie, um den Aufprall abzufangen.
  5. Mach zwischen den Wiederholungen eine kurze Pause (1–2 Sekunden), oder führ die Sprünge direkt nacheinander aus. 5–10 Wiederholungen pro Satz sind eine gute Richtlinie.

Beanspruchte Muskeln

  • Primär: Quadrizeps, Gesäßmuskulatur, Waden (Absprung), Hüftbeuger (Knieanzug)
  • Sekundär: Hamstrings, gerader Bauchmuskel
  • Stabilisatoren: Sprunggelenkstabilisatoren, Core-Muskulatur, Adduktoren

Häufige Fehler

  • Knie nicht hoch genug ziehen: Ein halber Knieanzug verringert die Anforderungen an die Explosivkraft. Zieh die Knie auf dem Höhepunkt des Sprungs aktiv zur Brust.
  • Harte Landung: Mit durchgestreckten Beinen aufzuprallen belastet die Gelenke. Lande weich auf den Fußballen und federe den Aufprall mit gebeugten Knien ab.
  • Zu viele Wiederholungen: Die Qualität lässt bei Ermüdung schnell nach. Bleib bei 5–10 Wiederholungen pro Satz und erhole dich vollständig zwischen den Sätzen.

Vorteile

  • Maximale Sprungkraft ohne Zusatzgewicht entwickeln
  • Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus trainieren für kürzere Bodenkontaktzeiten beim Laufen
  • Hüftbeuger-Kraft für das Knieheben im Laufschritt aufbauen
  • Hohe Stoffwechselbelastung in kurzer Zeit

HYROX®-Kontext

Tuck Jumps sind direkte Vorbereitung für die Burpee-Broad-Jump-Station, an der du nach jedem Burpee 80 m weit springen musst. Die vertikale Sprungkraft und die Hüftbeuger-Kraft aus Tuck Jumps übertragen sich direkt auf größere Weiten. Außerdem trainieren sie schnell zuckende Muskelfasern und reaktive Kraft. Beides verbessert deine Laufgeschwindigkeit. Setz 3–4 Sätze mit 5–8 Wiederholungen als Teil des Plyometrie-Aufwärmens ein, 1–2-mal pro Woche. Immer nach einem gründlichen Aufwärmen und vor Kraft- oder Laufeinheiten.

Variationen und Alternativen

  • Skater Jump: laterale Plyometrie für Kraft in der Frontalebene und Hüftstabilität
  • Single Leg Hop: unilaterale Plyometrie für laufspezifische reaktive Kraft
  • Wall Ball Thruster: belastete Explosivbewegung, die Kniebeuge und Überkopfdruck kombiniert

FAQ

Sind Tuck Jumps für Anfänger geeignet? Tuck Jumps sind eine fortgeschrittene Plyometrie-Übung. Als Einsteiger solltest du zuerst Squat Jumps und Broad Jumps beherrschen. Erst wenn du 10 kontrollierte Squat Jumps mit weicher Landung schaffst, ist der Schritt zum Tuck Jump sinnvoll.

Wie verbessern Tuck Jumps die Weitsprungdistanz? Tuck Jumps trainieren die explosive Hüft- und Kniestreckung beim Absprung sowie die Hüftbeuger-Kraft, die die Knie während der Flugphase nach vorne treibt. Beides trägt zu mehr Weite beim Broad Jump bei.


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