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Zone 3 Training

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Tempo-Herzfrequenzzone (70–80 % der max. HF), die den Laktatabbau und die Ausdauerleistung verbessert — die Intensität, in der die meisten HYROX®-Athleten racen.

Zone 3 Training: Tempo-Herzfrequenzzone (70–80 % der max. HF), die den Laktatabbau und die Ausdauerleistung verbessert — die Intensität, in der die meisten HYROX®-Athleten racen.

Zone 3 Training

Zone-3-Training entspricht 70–80 % deiner maximalen Herzfrequenz — oft auch als „Tempo-Zone" bezeichnet. Bei dieser Intensität wird die Atmung spürbar schwerer, kurze Sätze sind möglich, ein ganzes Gespräch nicht mehr. Der Körper bewegt sich an der Grenze zwischen überwiegend aerobem und zunehmend anaerobem Stoffwechsel. Laktat beginnt sich anzuhäufen, kann aber noch in Echtzeit abgebaut werden. Für HYROX®-Athleten ist Zone 3 die wohl renntauglichste Trainingszone überhaupt: Sie entspricht genau der Dauerbelastung im Wettkampf.

Warum Zone 3 für HYROX® entscheidend ist

Die meisten HYROX®-Athleten verbringen den Großteil ihres Rennens in oder nahe Zone 3. Die Laufabschnitte zwischen den Stationen treiben die Herzfrequenz typischerweise auf 70–80 %, die Stationen selbst können sie kurz in Zone 4 katapultieren — bevor sie im Stationswechsel wieder auf Zone-3-Niveau abfällt. Wer Zone 3 gut trainiert hat, kann diese „angenehm harte" Belastung 60–90 Minuten lang halten — genau das, was ein HYROX®-Rennen fordert.

Zone-3-Training verbessert die Fähigkeit des Körpers, Laktat bei moderater Akkumulation abzubauen. Wenn Produktion und Abbau im Gleichgewicht sind, hält die Leistung an. Regelmäßige Einheiten in Zone 3 verschieben diesen Gleichgewichtspunkt nach oben: Du kannst schneller laufen und an den Stationen härter arbeiten, ohne in den Bereich zu geraten, wo Ermüdung sich schnell aufschaukelt.

Zone 3 verbessert außerdem das Herzminutenvolumen und das Schlagvolumen. Das Herz lernt, pro Schlag mehr Blut zu pumpen — mehr Sauerstoff zu den Muskeln, mehr CO₂ pro Herzschlag abtransportiert. Über Wochen und Monate sinkt die relative Herzfrequenz bei gleichem absolutem Tempo. Ein klares Zeichen besserer Fitness.

So trainierst du in Zone 3

Berechne deinen Zone-3-Bereich, indem du deine maximale Herzfrequenz mit 0,70 und 0,80 multiplizierst.[1] Bei einer maximalen HF von 190 liegt Zone 3 zwischen 133 und 152 bpm. Während des Trainings sollte die Atmung rhythmisch und deutlich spürbar sein; kurze Sätze sind möglich, ein lockeres Gespräch nicht.

Die klassische Zone-3-Einheit ist der Tempolauf: 20–40 Minuten durchgängige Belastung in Zone 3 nach einem Zone-1/2-Aufwärmen. Für HYROX®-spezifisches Training eignen sich Tempoläufe von 30–45 Minuten mit eingebetteten Stationssimulationen — alle 8–10 Minuten eine Serie Wall Balls, Burpees oder Rowing. So lernt der Körper, die Zone-3-Belastung durch wiederholte Unterbrechungen hindurch zu halten: genau das, was im Rennen passiert.

Tempo-Intervalle sind ein weiteres effektives Format: 3–5 Wiederholungen à 8–12 Minuten in Zone 3, dazwischen 2–3 Minuten Erholung in Zone 1. So sammelst du viel Zone-3-Zeit, ohne übermäßig zu ermüden — ideal für Athleten, die noch nicht bereit für 40+ Minuten Dauerbelastung sind.

Trainingstipps

  • Tempoläufe: Lauf einmal pro Woche 30–40 Minuten in Zone 3 — das ist das renntauglichste Lauf-Workout für HYROX®.
  • HYROX®-Simulation: 8 Minuten Laufen in Zone 3, dann eine Station (z. B. 30 Wall Balls), dann wiederholen — 4–6 Runden. Trainiert den Übergang zwischen Laufen und Stationen.
  • Pacing-Disziplin: Nutze einen Herzfrequenzmesser, um in Zone 3 zu bleiben. Wer zu früh in Zone 4 abdriftet, verbrennt Energie, die er später im Rennen braucht.
  • Progressive Steigerung: Erhöhe die Dauer deiner Tempoläufe alle 2 Wochen um 5 Minuten — Obergrenze für fortgeschrittene Athleten: 50–60 Minuten.
  • Cross-Training: Radfahren und Rowing in Zone 3 entwickeln die gleichen Herzadaptationen, belasten die Gelenke aber weniger als Laufen.

Häufige Fragen

Ist Zone 3 die „Junk Miles"-Zone?

Zone 3 wird von manchen Ausdauertrainern, die ein polarisiertes Modell bevorzugen (hauptsächlich Zone 1–2, dazu Zone 4–5), zu Unrecht als „Junk" abgestempelt. Für HYROX®-Athleten ist Zone 3 renntaugliche Intensität — und damit hochproduktiv. Entscheidend ist die richtige Balance: Zone-3-Arbeit mit ausreichend Zone-1/2-Erholung und gelegentlichen Zone-4/5-Intervallen kombinieren.

Wie viel meines wöchentlichen Trainings sollte in Zone 3 liegen?

Für HYROX®-Athleten ist ein Anteil von 20–30 % der wöchentlichen Trainingszeit in Zone 3 sinnvoll. Der Rest verteilt sich auf Zone 1–2 (50–60 %) für den Ausdauerunterbau und die Erholung sowie Zone 4–5 (10–20 %) für Laktatschwelle und VO2max. Diese Verteilung baut renntaugliche Fitness auf, ohne übermäßig zu ermüden.


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Quellen

  1. Meixner, B., Filipas, L., Holmberg, H.-C., & Sperlich, B. (2025). Zone 2 intensity: A critical comparison of individual variability in different submaximal exercise intensity boundaries. Translational Sports Medicine, 2025, 2008291. https://doi.org/10.1155/tsm2/2008291

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