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Training Load

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Repz
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Die kumulative Belastung, die das Training auf den Körper ausübt, gemessen an Volumen, Intensität und Häufigkeit. Wer seine Training Load steuert, schützt sich vor Übertraining und Verletzungen.

Training Load ist die kumulierte physiologische Belastung durch Sport, quantifiziert nach Volumen, Intensität und Häufigkeit. HYROX-Athleten, die Laufen, Krafttraining und Stationsarbeit kombinieren, brauchen ein genaues Bild ihrer Training Load, um Übertraining zu vermeiden und am Race Day in Topform zu sein.

Definition

Training Load beschreibt die kumulierte physiologische Belastung, die das Training auf deinen Körper ausübt. Sie ergibt sich aus drei Größen: Volumen (Dauer), Intensität (Anstrengung) und Häufigkeit (Einheiten pro Woche). Die Steuerung der Training Load ist das Fundament jeder Periodisierung: Sie sichert progressive Anpassung und verhindert gleichzeitig Übertraining, Verletzungen und Burnout. Gerade für HYROX®-Athleten, die Laufen, Krafttraining und stationsspezifische Arbeit unter einen Hut bringen müssen, ist eine klare Load-Übersicht entscheidend, um am Race Day zu peaken.

The Science

Training Load lässt sich in zwei Bereiche aufteilen:

  • External Load: die tatsächlich geleistete Arbeit, also gelaufene Kilometer, gehobene Kilogramm oder produzierte Watt auf dem Rower oder SkiErg.
  • Internal Load: die physiologische Antwort des Körpers, also Herzfrequenz, RPE, Blutlaktat und empfundene Ermüdung.

Die praktischste Methode für HYROX®-Athleten ist die Session-RPE (sRPE):

Training Load (AU) = Session-RPE (1–10) × Dauer (Minuten)

Beispiel: Ein 60-minütiger Tempolauf mit RPE 7 ergibt 420 arbitrary units (AU).[1]

Weitere Load-Metriken im Überblick:

Metrik Was sie misst
TRIMP (Training Impulse) HF-basierte Intensität × Zeit
TSS (Training Stress Score) Leistungsbasiert (Radfahren/Rowing)
Acute:Chronic Workload Ratio (ACWR) Last dieser Woche / 4-Wochen-Durchschnitt
HRV-Trend Innere Bereitschaft vs. angewendete Belastung

Die Acute:Chronic Workload Ratio (ACWR) ist besonders hilfreich. Ein Wert zwischen 0,8 und 1,3 gilt als Optimal-Korridor für Anpassung. Darunter deutet auf Detraining hin, darüber 1,5 steigt das Verletzungsrisiko deutlich.[3]

Why It Matters for HYROX®

  • Übertraining verhindern: HYROX®-Training ist intensiv. Laufen, Krafttraining, Rowing, SkiErg, Sled-Arbeit. Ohne Load-Monitoring sammelt sich schnell zu viel Belastung an.
  • Periodisierung steuern: Strukturiere deine Aufbau-, Peak- und Taper-Phasen mit klaren Training-Load-Zielen.
  • Modalitäten ausbalancieren: Stell sicher, dass Laufen, Krafttraining und Stationsarbeit jeweils ausreichend Volumen bekommen, ohne dass eine Disziplin die anderen verdrängt.
  • Bereitschaft tracken: Vergleiche die geplante Load mit deiner HRV und deiner Ruheherzfrequenz, um zu sehen, ob dein Körper das Training verarbeitet.
  • Deload-Wochen optimieren: Reduziere das Volumen alle 3–4 Wochen um 40–50 %, damit die Superkompensation greifen kann.

How to Measure It

  1. Session-RPE-Methode: Bewerte jede Einheit auf einer Skala von 1–10 und multipliziere den Wert mit der Dauer in Minuten. Die Wochensumme ergibt deine wöchentliche Load. Einfach, kostenlos und wissenschaftlich validiert.[1]
  2. Wearables: Garmin Training Status, WHOOP Strain Score und TrainingPeaks TSS berechnen die Load automatisch.
  3. Tabelle: Log Datum, Einheitstyp, Dauer, RPE und Wochensumme. Führ den 4-Wochen-Durchschnitt mit.
  4. ACWR berechnen: Teile die Last dieser Woche durch den Durchschnitt der letzten 4 Wochen. Bleib im Bereich 0,8–1,3.

How to Improve It

„Verbessern“ bedeutet hier: intelligent steuern.

  • Progressive Overload: Steigere das wöchentliche Volumen in Aufbauphasen um 5–10 % pro Woche.
  • Deload alle 3–4 Wochen: Reduziere das Volumen um 40–50 %, halte dabei etwas Intensität aufrecht.
  • Intensität polarisieren: Halte 80 % der Einheiten bei niedriger Intensität (Zone 2) und 20 % bei hoher Intensität. Vermeide chronisch mittlere Belastung, die sogenannte „Grey Zone“.
  • Subjektive Marker beobachten: Tracke Schlafqualität, Stimmung, Appetit und Muskelkater gemeinsam mit deinen Load-Daten.[2]
  • Auto-regulieren: Wenn deine HRV gedrückt oder deine Ruheherzfrequenz erhöht ist, reduziere die geplante Load um 20–30 %.[4]

HYROX® Benchmarks

Level Wöchentliche sRPE-Load (AU) Einheiten/Woche Load-Steigerungsrate
Beginner 1.200–1.800 4–5 5 %/Woche
Intermediate 1.800–2.500 5–6 5–8 %/Woche
Competitive 2.500–3.500 6–8 5–10 %/Woche
Elite / Pro 3.500–5.000+ 8–12 Individuell

FAQ

Was passiert, wenn meine Training Load zu hoch ist? Anhaltend überhöhte Belastung führt zu Overreaching (kurzfristig) oder Übertrainingssyndrom (langfristig). Typische Zeichen: anhaltende Müdigkeit, erhöhte Ruheherzfrequenz, nachlassende Leistung, schlechter Schlaf und Stimmungsschwankungen.[5][2] Die Lösung: konsequente Erholung und Volumenreduktion.

Wie berücksichtige ich unterschiedliche Einheitstypen? Bewerte jede Einheit, ob Laufen, Krafttraining, HYROX®-Simulation oder Recovery, auf derselben 1-bis-10-RPE-Skala und multipliziere mit der Dauer. So lassen sich alle Modalitäten in eine einheitliche Load-Metrik überführen.

Sollte ich die Training Load auch in der Rennwoche tracken? Ja, aber umgekehrt. Während des Tapers strebst du 50–60 % deiner Spitzenwochen-Load an und absolvierst 1–2 kurze Intensiveinheiten, damit du scharf bleibst.


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Quellen

  1. Pillitteri G, Petrigna L, Ficarra S (2024). Relationship between external and internal load indicators and injury using machine learning in professional soccer: a systematic review and meta-analysis. Research in sports medicine (Print). https://doi.org/10.1080/15438627.2023.2297190

  2. Brauers JJ, Den Hartigh RJR, Klooster D (2026). The short-term relation between load and acute psychophysiological responses in football: a meta-analysis and methodological considerations. Science & medicine in football. https://doi.org/10.1080/24733938.2025.2476474

  3. Gabbett, T. J. (2016). The training-injury prevention paradox: should athletes be training smarter and harder? British Journal of Sports Medicine, 50(5), 273-280. https://doi.org/10.1136/bjsports-2015-095788

  4. Kiviniemi, A. M., Hautala, A. J., Kinnunen, H., & Tulppo, M. P. (2007). Endurance training guided individually by daily heart rate variability measurements. European Journal of Applied Physiology, 101(6), 743-751. https://doi.org/10.1007/s00421-007-0552-2

  5. Aubry, A., Hausswirth, C., Louis, J., Coutts, A. J., & Le Meur, Y. (2014). Functional overreaching: The key to peak performance during the taper? Medicine & Science in Sports & Exercise, 46(9), 1769-1777. https://doi.org/10.1249/MSS.0000000000000301

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